“Wandelzeit”
Dieses Werk trägt den Namen „Wandelzeit“,
weil es von der leisen Kraft der Veränderung erzählt.
Die angeschwemmten Eisenstücke haben viele Jahre im Wasser verbracht. Wind, Strömungen und Zeit haben sie gezeichnet.
Der Rost ist kein Makel, sondern Teil ihrer Geschichte.
Mich erinnert das an die japanische Tradition des Kintsugi. Dort werden zerbrochene Schalen mit Gold repariert. Nicht, um den Schaden zu verbergen, sondern um die Geschichte des Gefäßes sichtbar zu machen. Dieser Gedanke hat mich berührt.
Auch ich habe den Rost mit Blattgold hervorgehoben. Nicht, weil ich ihn schöner machen wollte. Sondern weil ich zeigen möchte, daß das Gezeichnete seinen Wert nicht verliert.
Im Gegenteil, manchmal erkennen wir ihn gerade dadurch.
Vielleicht entdeckst du in diesen Fundstücken etwas Vertrautes.
Zeiten, die dich verändert haben. Erfahrungen, die dich geformt haben. Nicht alles davon war leicht. Doch all das gehört zu deinem Weg.
Die weiche Schale trägt den Rost, das Gold und ihre Gegensätze mit großer Selbstverständlichkeit. Härte und Sanftheit schließen sich nicht aus. Vergangenes muss nicht verschwinden, damit Neues entstehen kann.
„Wandelzeit“ lädt dazu ein, den eigenen Spuren mit Milde zu begegnen. Nicht alles, was das Leben hinterläßt, muß versteckt werden.
Manche Spuren erzählen von Schmerz, andere von Wachstum.
Sie alle gehören zu unserer Geschichte -
und gerade darin liegt ihre Kostbarkeit.
Preis: 1.580 €
Breit 50 cm, Höhe 1 m, inclusive Metallsockel
Haptisches 3D-Kunstwerk aus feiner Merinowolle, in der Basis Bergschafwolle, belegt und ergänzt durch Seidenfasern, Rameh, Seidenstoff und Tencelfasern, durch den archaisch und im Hintergrund haltenden Eisenständer - trägt diese Kaskade die Natur in den Raum.
Wie ein stiller Begleiter, der die Verbindung von Anstrengung, Natur und innerer Echtheit spürbar macht.