Nest „Gewebte Träume“

Sanft. Tief. Verwoben.


Ein Ort zwischen Erinnerung und Aufbruch.

Dieses Nest erzählt von Erinnerung und Zukunft, von dem, was war und dem, was noch werden will.
Es ist Spiegel und Träger zugleich. Ein Ort der inneren Rückschau und der leisen Aufbrüche.
Gefertigt aus gelebtem Material - karbonisiertem Holz, Bergschafwolle, Kupferdraht und vergoldetem Papier ist „Gewebte Träume“ ein Werk über Wandlung, Kraft und das Vertrauen in das Eigene.


Manchmal braucht es nur eine Begegnung mit der Natur, um sich selbst wieder zu hören.

Ein Sommertag, viel zu früh und viel zu laut. Frühstück im Stehen, Gesichter im Stau,
eine Stadt in Bewegung - ohne Verbindung.
Und dann:
Stille.
Ein Fluß. Kalte Kiesel unter den Füßen.
Eine Amsel, die fast unbemerkt zwischen Holunderblüten verschwindet.
Ein Nest.
Ich bleibe stehen. Schaue dem Vogel nach.
Und plötzlich bin ich nicht mehr nur hier, sondern dort, wo ich einmal war:
am Beginn meines eigenen Weges.

Wie war das, als ich ausgezogen bin? Welche Träume sind nach all der Zeit noch da?
Welche habe ich unterwegs verloren? Und welche sind geblieben, ganz leise, tief in mir?

Die Amsel erinnert mich an all das. An Geborgenheit, Aufbruch, an Zerbrechlichkeit und Mut.
An den Moment, in dem man noch nicht fliegt, aber weiß, dass man es bald tun muß.
Ich atme tief. Und ich weiß: ich bin nicht am Ende. Ich bin unterwegs und bereit.
Und meine Träume? Sie leben noch.