Nester - “Vielfalt der Wege”

Anders. Gleichwertig. Ganz.

Ein Garten. Zwei Welten.

Meine Schwester und ich - aus derselben Familie, mit denselben Wurzeln.
Und doch könnte unsere Art zu leben kaum unterschiedlicher sein.

Ihr Garten: klar strukturiert, kurzgeschnittener Rasen, akkurat gezogene Beete mit ausgewählten Pflanzen, die kaum Blätter verlieren und keine Überraschungen mitbringen. Schön, gepflegt - geplant bis ins Detail.
Mein Garten: Kiesflächen zwischen Stauden, Wildblumen, die sich selbst aussäen dürfen. Ich sammle Samen von einer wilden Wiese, um der Natur Raum zu geben, sich auf meine Weise zu entfalten.
Ein Ort, der wächst, wie er will. Ungezähmt. Antiautoritär. Lebendig. Wie mein Leben.

Sie liebt Struktur. Ich liebe Wandel.
Sie braucht keine Überraschung. Ich liebe die Wildheit und das Staunen.
Manchmal denke ich: Wir sind zwei Sprachen derselben Geschichte.

Und genau das zeigt mir: Es gibt nicht den einen richtigen Weg. Es gibt nur den eigenen.


Spur für Spur verschieden

Dieses Objekt erzählt von Individualität. Von der Kraft, sich selbst zu folgen.
Vier Nester auf einem einzigen Ast - aus der gleichen Wolle geformt, aber jedes auf seine eigene Weise geworden. Eines ist kompakt, mit krinkeliger Oberfläche aus eingelegtem Garn. Ein anderes leicht und unregelmäßig, durchzogen von Bambusfasern und sperrigen, ungezähmten, eingefilzten Pferdehaaren. Das dritte: wild, mit abstehenden Wolllocken und einem leuchtenden pinken Nestloch. Und eines - gegliedert in Felder, mit Teichmoos und einem Nestloch, das sich mit der Zeit verändert hat.

So wie unsere Lebenswege sich ändern, wachsen, ihre Richtung neu finden.


Spuren im Material - Stimmen im Ausdruck

Gefilzte Nester aus weißer Wolle, getragen von einem feuergestählten Fichtenholzblock.
Ein aufrecht gewachsener Zweig hält die vier Nester wie eine Linie des Lebens. Eins schmiegt sich an den Ast, ein anderes steckt locker dazwischen. Eines hängt ganz oben - mit Weitsicht?
Die Materialien: gefilzte Chubutwolle, durchdrungen von unterschiedlichen Naturzugaben. Baumwollgarn, Bambusfasern, Pferdehaare, Wolllocken, Moos. Jedes fügt seine eigene Sprache hinzu.

Was uns formt, sind nicht nur unsere Wurzeln. Sondern wie wir mit dem Leben sprechen, das uns begegnet.


Wert der Vielfalt

Dieses Werk erinnert daran, dass Vielfalt keine Störung ist, sondern Reichtum.
Daß nicht jeder Weg geradlinig verläuft - und daß das nicht nur in Ordnung ist, sondern zutiefst menschlich.
Wir dürfen verschieden sein. Wir dürfen widersprüchlich, unbequem, leise oder laut durchs Leben gehen.
Solange wir dabei wir selbst bleiben.


Zwischen Nähe und Eigenständigkeit

Wenn du dieses Werk betrachtest, darfst du dich fragen: Was ist mein Weg?
Welche Spuren habe ich hinterlassen? Welche möchte ich noch setzen?
Und was darf ich mir endlich erlauben - jenseits von Erwartungen, Rollen und Vergleichen?

“Vielfalt der Wege” ist ein stilles Plädoyer für das Eigene.

Und eine Einladung:

Geh deinen Weg! Nicht den leichtesten. Den echten.

Detailaufnahme "Vielfalt der Wege"
Detailaufnahme "Vielfalt der Wege"
Detailaufnahme "Vielfalt der Wege"
Detailaufnahme "Vielfalt der Wege"

Preis: 2.400 €

Ein Werk über Herkunft und Entwicklung.
Über die Schönheit der Unterschiede - und die Kraft, den eigenen Weg zu gehen.